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Ein gutes Fundament für die weitere Zukunft: Kreisversammlung des DRK-Kreisverbandes Buchen e.V.

Rückblick auf das vergangene Jahr, Ausblick auf kommende Projekte sowie Ehrungen und Verabschiedungen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Kreisversammlung.

Der Tafelladen in Buchen fühlt sich in seinem neuen Domizil wohl, der „Lieblingsstücke“-Pop-up-Store soll weiterwandern, das Haus Röhrenbrunnen in Buchen wird wachsen und in Sindolsheim ist ein neues Angebot im Bereich der Tagespflege geplant. Beim DRK-Kreisverband Buchen e.V. tut sich also einiges. Bei der Kreisversammlung im Hettinger Lindensaal schauten die Mitglieder deshalb nicht nur auf das vergangene Jahr zurück, sondern sprachen auch über neue Projekte und die weitere Entwicklung des Verbandes. Buchens Bürgermeister und DRK-Kreisverbandspräsident Roland Burger begrüßte die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitglieder sowie die Ehrengäste und dankte Ortsvorsteher Otto Kern und dem DRK-Ortsverein Hettingen für die Ausrichtung der Versammlung.

„Die Situation im Gesundheitswesen und im sozialen Bereich ist nicht einfach, und wir als Leistungserbringer müssen großem Druck standhalten. Es war ein herausforderndes, aber auch ereignisreiches Jahr, das hinter uns liegt“, sagte Burger eingangs. Dennoch habe der Kreisverband das Jahr mit einem positiven Jahresabschluss beendet. Kreisgeschäftsführer Steffen Horvath ließ gemeinsam mit Burger die wichtigsten Entwicklungen und Projekte Revue passieren. Vor einer besonderen Herausforderung stand im vergangenen Jahr der Weiterbetrieb des Tafelladens in Buchen. Nachdem der Mietvertrag überraschend gekündigt worden war, musste kurzfristig eine neue Bleibe gefunden werden (wir berichteten). Zum Jahresende war die Suche erfolgreich und die neuen Räumlichkeiten konnten durch viel Eigenleistung renoviert werden. „Wie wichtig der Tafelladen ist, zeigen uns die Zahlen. Über 1000 Menschen profitieren von unserem Angebot“, so Horvath. 

Daneben standen zahlreiche weitere Aktivitäten auf dem Programm. Dazu gehörten die Verleihung der Bandschnalle im Katastrophenschutz, eine Ausstellung zur Notfallversorgung, Ferien- und Weihnachtsaktionen, die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Gesundheitsprogramme, die Weiterentwicklung des Hausnotrufs sowie Gespräche zu weiteren Orten für den „Lieblingsstücke“-Pop-up-Store. Neu hinzugekommen sind ein Hausmeisterservice und ein Liegendtaxi für Krankenfahrten. Im Haus Röhrenbrunnen in der Buchener Innenstadt können Jugendliche in einer WG-ähnlichen Wohnform den Schritt in ein selbstständiges Erwachsenenleben gehen (wir berichteten). Jetzt soll dieses Angebot weiter wachsen: Im nächsten Jahr soll das angrenzende Gebäude (ehem. Haus Hauk) ebenfalls für das Wohnprojekt genutzt werden. Und auch in Sindolsheim plant der Kreisverband bereits das nächste Vorhaben. Im Gebäude der Kirchen-Käserei soll eine Tagespflege entstehen (wir berichteten). „Wir stellen uns breit auf, damit wir auch in Zukunft finanziell stabil sind“, erklärte der Kreisgeschäftsführer. Dass dafür eine Grundlage vorhanden ist, zeigten Melanie Kammerer von der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft WGKK Partner und Schatzmeister Ralph Müller. Der Kreisverband konnte das Jahr 2025 mit einem soliden Überschuss abschließen. 

Dass die Arbeit des DRK nicht erst im Erwachsenenalter beginnt, machte Erik Macht deutlich. Mehr als 200 Mitglieder zählt das Jugendrotkreuz inzwischen, dazu kommen rund 150 Schulsanitäter. 2025 trat die Gemeinschaft erstmals zu einer eigenen Vollversammlung zusammen. 

Die Versammlung beschloss zudem mehrere Satzungsänderungen. Christina Graseck, die seit mehreren Jahren als Schriftführerin tätig ist, gehört in ihrer Funktion nun auch satzungsgemäß dem Vorstand des Präsidiums an; die Mitglieder bestätigten sie in ihrem Amt.

Wie wichtig die Arbeit des DRK für die Gesellschaft ist, betonte Ehrengast Landrat Dr. Achim Brötel. „Das DRK ist unverzichtbarer denn je. Sie helfen, ohne zu fragen. Sie helfen, weil sie es wollen, nicht, weil sie es müssen. Und dafür möchte ich Ihnen heute Danke sagen“, sagte Brötel. Auch Jennifer Matthäus, Landesdirektorin der Bereitschaften des DRK, zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des Kreisverbandes: „Ich bin überrascht über die zahlreichen Angebote, die es nur hier bei Ihnen gibt. Das ist ein großes Alleinstellungsmerkmal.“

Anschließend erhielt Klaus Farrenkopf für sein langjähriges Engagement im Ortsverein Hardheim die Verdienstmedaille in Gold. Bereits mit 17 Jahren trat Farrenkopf 1974 dem Ortsverein bei. Von 1990 bis 1996 stand er als Vorsitzender an der Vereinsspitze. Nach einer Amtszeit als Schriftführer übernahm er 2002 erneut den Vorsitz, den er 12 Jahre lang innehatte. Anschließend war er als stellvertretender Vorsitzender tätig. Insgesamt war Farrenkopf über fünf Jahrzehnte im DRK-Ortsverein Hardheim aktiv, 36 Jahre davon im Vorstand, und brachte unter anderem die Schaffung eines Vereinsheims und eines Wertstoffhofs auf den Weg. „Sein Rat wurde geschätzt, er war immer eine ausgleichende und pragmatische Persönlichkeit“, würdigte Burger.

Emotional wurde es bei der Verabschiedung von Claudia Fieger-Molzer. Als Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen und Verantwortliche für das „Essen auf Rädern“ hatte sie über Jahrzehnte eine zentrale Rolle im Kreisverband übernommen. Bereits 1979 trat sie dem Ortsverein Hardheim bei, 1983 übernahm sie hauptamtliche Aufgaben im Kreisverband. Ab 1990 leitete sie das Sachgebiet Sozialarbeit und Einsätze der Mobilen Sozialen Dienste, bevor sie ab 2018 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand schließlich erste Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen war. „Was du gemacht hast, hast du mit Herzblut gemacht. Dank deinem Einsatz ist so vieles vorangegangen. Du warst einfach immer da“, sagte Horvath und überreichte ihr die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg für ihre 40-jährige Tätigkeit. Mit Erik Macht steht bereits ihr Nachfolger fest. „Du hast mir vieles beigebracht und du hast große Fußstapfen hinterlassen, in die ich treten werde“, dankte ihr Macht.

Zum Abschluss richtete Burger den Blick noch einmal auf diejenigen, die die Arbeit des Kreisverbandes Buchen tragen und ermöglichen. „Mein Dank geht an alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden, aber auch an die Förderer und Spender. Sie alle machen die Leistungsfähigkeit des DRK aus“, sagte der Präsident. „Der Kreisverband hat ein gutes Fundament geschaffen, um das DRK neu und zukunftsfähig aufzustellen.“