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Länderübergreifende Zusammenarbeit bei Waldbrand und Zugunglück geübt – Personenauskunftsstelle eingerichtet

Foto: H. Molzer, DRK Kreisverband Buchen e.V.

DRK Kreisverband Buchen e.V. unterstützt bei Katastrophenschutz-Übung im Naturpark Spessart

Im unterfränkischen Karlstadt fand am Samstag, 11.04.2026 eine umfassende Katastrophenschutzübung statt. Anlass war ein simuliertes Szenario, bei dem ein großflächiger Waldbrand im Naturpark Spessart ausbrach. Ausgelöst durch klimatische Veränderungen, hohe Temperaturen, Trockenheit und starke Winde, griff das Feuer bis zur ICE-Bahnstrecke Frankfurt-Würzburg über und verursachte ein schweres Zugunglück.
Zur Bewältigung der Übung wurden Einsatzkräfte aus mehreren Landkreisen und Organisationen zusammengeführt. Neben den Helfern des BRK aus Würzburg, Main-Spessart, Kitzingen und Miltenberg-Obernburg wurden Teams des DRK aus Offenbach (Hessen) sowie Buchen und Heilbronn angefordert. Die Zusammenarbeit zeigte eindrucksvoll, wie verschiedene Regionen und Organisationen im Ernstfall Hand in Hand zusammenarbeiten können.
Das Übungsszenario stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen: Der Waldbrand führte zu zahlreichen Verletzten, Vermissten, Toten und Evakuierten. Aufgrund des Ausmaßes wurde für den Regierungsbezirk Unterfranken Katastrophenalarm ausgelöst. Ein zentraler Bestandteil der Übung war die Einrichtung einer Personenauskunftsstelle in Karlstadt am Main durch den Fachdienst des BRK.

Die Personenauskunftsstelle erfüllte wichtige Aufgaben: Sie registriert Daten von Verletzten und Evakuierten, bearbeitete Suchfälle und unterstützte Angehörige bei der Suche nach vermissten Personen. Die Abläufe wurden realitätsnah geprobt, um im Ernstfall schnelle und zielgerichtete Hilfe gewährleisten zu können.
Die Übung verdeutlichte wie wichtig eine gut koordinierte Zusammenarbeit und eine funktionierende Personenauskunftsstelle im Katastrophenfall ist. Für alle beteiligten Helfer bot sich die Gelegenheit Abläufe zu trainieren und die Einsatzbereitschaft zu stärken – ein bedeutender Beitrag für den regionalen und überregionalen Katastrophenschutz.

Leiter der Personenauskunft Molzer (DRK Kreisverband Buchen e.V.) war mit dem Ergebnis der Übung zufrieden und hob besonders das Zusammenspiel über die Landes- und Organisationsgrenzen hervor. So zeigten sich nur wenige Schwachstellen, die entsprechend aufgearbeitet auch beseitigt werden können. Molzer dankte den Helfern des DRK Kreisverband Buchen e.V. für deren Bereitschaft sich in diesem Fachbereich ehrenamtlich zu engagieren.

Das Bild zeigt die Helfer bei der digitalen Datenauswertung innerhalb der Personenauskunftstelle in Karlstadt.